Ein Wechselbad der Gefühle.

Hoffnung, Enttäuschung, Liebe und Wut. Wer nicht betroffen ist, kann nur schwer nachvollziehen, wie man unter diesem Rauf und Runter leidet. Wie geht es weiter? Was muss ich jetzt tun? An wen kann ich mich wenden? Ist bei uns in der Familie etwas falsch gelaufen? Hätte ich etwas anders machen können? Fragen, die quälend sind. Deshalb haben wir Eltern uns zusammengeschlossen, um uns gegenseitig zu unterstützen.

So finden wir gemeinsam Wege und Antworten.
fragEltern

Gemeinsam sind wir stark.

Wir geben uns Zuwendung: Es hilft, mit anderen zu reden.
Wir vermitteln Verständnis: Es ist in Ordnung, dass wir uns auch mal hilflos fühlen.
Wir überwinden Schuldgefühle: Eine Entlastung schafft Selbstbewusstsein.
Wir stärken uns den Rücken: Unser kollektives Wissen bietet individuelle Unterstützung.
Wir sind füreinander da: Trau dich und komm in eine starke Gemeinschaft!

Mehr zu unserer Arbeit erfährst Du hier:
www.arwed-nrw.de

Wo du uns findest:

In vielen Städten, verteilt in ganz NRW, haben sich Eltern in Gruppen zusammengefunden. Ein Klick auf die Stadt in deiner Nähe genügt und schon findest du Ansprechpartner, die dir gerne weiterhelfen.

Altena

Elternkreis Lennetal in Altena
Familie Marlies und Horst Stefan
Tel.: 02352 31301

Arnsberg

Elternkreis Arnsberg
Die Adresse und die Ansprechpartner sind bei Bedarf bitte bei der ARWED anzufragen

Bielefeld

Kraftquelle, Selbsthilfegruppe für betroffene Angehörige von abhängigkeitserkrankten Menschen
Frau Christine Buschmann
Tagesklinik West
Tel.: 05244 902865
http://verein-fsbi.de/index.php?id=19
Gadderbaumer Str. 31
33317 Bielefeld

Bochum

Elternkreis Bochum
Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum
Tel.: 0234 507806
Treffen: jeden 2. Donnerstag im Monat, jeweils von 19.00 Uhr – 21.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum
Alsenstr. 19 A
44789 Bochum

Mail:

Bonn

Elternkreis Bonn
Angehörigengruppe der PAUKE Bonn
Ambulante Beratung, PAUKE Bonn gGmbH
Gesprächskreis jeden 1. Dienstag im Monat von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Treffpunkt: Pauke -LIFE-
Frau Sabrina Boscolo Lips
Tel.: 0228 6047516
https://www.pauke-bonn.de/ambulante-beratung/
Endenicher Str. 53
53115 Bonn

Mail:

Borken

Elternkreis Borken
Elternkreis drogenkonsumierender Kinder
Drogenberatungsstelle Bocholt
Herr Erich Seidel
Telefon: 02871 1052
http://skm-bocholt.de/wordpress/standorte/bocholt-roemerstrasse/
Johann-Walling-Straße 45
46325 Borken

Mail:

Dortmund

Angehörigenkreis Dortmund
Angehörigenkreis Drogen konsumierender Menschen
Frau Gisela Kampmann
Tel.: 0231 482018

Mail:

Düren

Elternkreis Düren
c/o Sucht- und Drogenberatung
Frau Ritzerfeld
Tel.: 02421 10001
https://www.caritas.de/glossare/suchtberatung
Bismarckstr. 6
52351 Düren

Düsseldorf

Eltern- und Angehörigenkreis Düsseldorf
c/o Düsseldorfer Drogenhilfe
Christiane Völkel
Tel.: 0211 301446-537
http://www.drogenhilfe.eu/cms/
Erkrather Str. 18
40223 Düsseldorf

Duisburg

Elternkreis Duisburg
Frau Gundi Kalbertodt
Tel.: 02857 3839
Treffpunkt: Kath. Familien-Bildungsstätte am Innenhafen / Etage 2A
Jeden 1., 3. und 5. Mittwoch im Monat
http://www.elternkreis-duisburg.de/
Wieberplatz 2
47051 Duisburg

Mail:

Essen

Elternkreis Essen
Linda Bärenwald
Tel.: 01573 5271856
Treffen: alle 14 Tage Dienstags, 19:00 – 21:00 Uhr
in den Räumen des LVR Klinikums Essen, Haupthaus, Raum 7.05 in der 7. Etage
Virchowstraße 174
45147 Essen

Freudenberg

Elternkreis Freudenberg
Frau Christa Wessely
Tel.: 02734 2141
57258 Freudenberg

Gladbeck

Elternkreis Gladbeck
Frau Karin Stumpf
Die Adresse und die Ansprechpartner sind bei Bedarf bitte bei der ARWED anzufragen.

Gütersloh

Elternkreis Gütersloh
Sucht- und Drogenhilfe cariWerk Gütersloh
Frau Ursula Scholzen
Tel.: 05241 994070
http://www.caritas-guetersloh.de/sucht-und-drogenhilfe/cariwerk/
Roonstr. 22
33330 Gütersloh

Mail:

Hagen

Elternkreis Hagen
Herr Reiner Zaade
Tel.: 02331 32405
Paschestr. 40
58089 Hagen

Mail:

Herne

Elternkreis Herne
Die Adresse und die Ansprechpartner sind bei Bedarf bitte bei der ARWED anzufragen.

Hürth

Elternkreis Hürth
Tel.: 02233 45449
http://www.elternkreis-huerth.de/
Große Oelbruchstr. 22
50354 Hürth

Köln

Elternkreis Köln II
Tel.: 0221 951542 16 oder 0221 688117
http://www.elternkreis-koeln2.de/
Marsilstein 4
50676 Köln

Mail:

Leverkusen

Elternkreis Leverkusen
Peter Helgers
Tel.: 0214 87092131
In den Räumen der Suchthilfe Leverkusen
alle vier Wochen mittwochs um 18.30 Uhr
Dönhoffstr. 2
51373 Leverkusen

Mail:

Lünen

gGmbH für Suchthilfe im Kreis Unna
Drogenberatungsstelle Lünen
Susanne Roters
02306 57050
http://www.suchthilfe-unna.de/
Münsterstr. 1L
44534 Lünen

Mail:

Marl

Elternkreis Marl
Drogenberatung Westvest
Tel.: 02365 17464
http://www.drogenberatung-westvest.de/
Zeppelinstr. 3
45768 Marl

Mail:

Minden

Gruppenangebot an Angehörige Kreis Minden-Lübbecke
Drogenberatungsstelle Minden
Tel.: 0571 8294490
http://www.minden-luebbecke.de/Service/Drogenberatung
Rosentalstraße 5
32423 Minden

Mail:

Mönchengladbach

Elternkreis Mönchengladbach
Drogenberatung e.V. Mönchengladbach
Frau Elke Nolten
Tel.: 02161 837077
https://drogenberatung-mg.beranet.info/
Waldnieler Str. 67-71
41068 Mönchengladbach

Mail:

Moers

Elternkreis Moers
Frau Kerstin Schöffler-Uylen
Tel.: 02823 92785 86
Mob.: 0175 50777982
https://www.arge-sucht.de/index.php?id=62

Mail:

Mülheim a. d. Ruhr

Elternkreis Mülheim a. d. Ruhr
Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen Mühlheim a.d.Ruhr
Tel.: 0208 3004814
in den Räumlichkeiten der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Mülheim a. d. Ruhr
jeden 3. Mittwoch im Monat von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Tourainer Ring 4
45468 Mülheim a. d. Ruhr

Mail:

Münster

Elternkreis Münster
Drogenhilfe der Stadt Münster
Frau Renate Firgau
Tel.: 0251 4925842
http://www.stadt-muenster.de/drogenhilfe/selbsthilfe/elternkreis
Schorlemerstr. 8
48143 Münster

Mail:

Oberberg

Elternkreis Oberberg
Frau Roswitha Petrowitz
Tel.: 02296 900332
Talweg 1
51580 Reichshof

Oberhausen

Elternkreis Oberhausen
Drogenberatung
Tel.: 0208 667313
Dorstener Str. 52
46145 Oberhausen

Mail:

Olpe

Angehörigenkreis Olpe
Caritas Suchtberatung
Tel.: 02761 9211518
Kolpingstr. 62
57462 Olpe

Mail:

Paderborn

Elternkreis Paderborn
Frau Margret Diehl
Tel.: 05258 931558

Mail:

Ratingen

Elternkreis Ratingen (in Gründung)
Nina und Marcus Becerra
Telefon: 0171 1996638

Mail:

Recklinghausen

Elternkreis Recklinghausen
DROBS
Tel.: 02361 36022
http://www.drob-re.de/
Kaiserwall 34
45657 Recklinghausen

Mail:

Rheine

Elternkreis Rheine
c/o Jugend- und Drogenberatung, Aktion Selbsthilfe e.V.
Frau Katharina de Wiljes
Tel.: 05971 160280
https://drogenberatung-rheine.de/home/
Thiemauer - 42
48431 Rheine

Mail:

Schwerte

Angehörigenkreis Schwerte
Treffpunkt Gesundheit
Gesprächskreis jeden 2. Montag im Monat um 17:30 Uhr
Tel.: 02304 2501415
Kleppingstraße 4
58239 Schwerte

Siegen

Elternkreis Siegen
Kreisverband Siegerland
Frau Renate Kölsch
Telefon: 02737 3622
Mobil: 0175 4 160215
https://www.blaues-kreuz.de/de/westfalen/kreisverband-siegerland/elternkreis-drogen/
Friedrichstr. 106
57072 Siegen

Mail:

Solingen

Elternkreis Solingen
Telefon: 0212 64501308
http://www.sup-sg.de/

Mail:

Viersen

Elternkreis Viersen
Herr Rolf Schimanski
Tel.: 02161 897206

Mail:

Warendorf

Elternkreis Kreis Warendorf
Ansprechpartnerin: Maike
Tel.: 0157 57339427
in den Räumen der Schuhfabrik; Tagungsraum 3 in der 1. Etage
jeden 4. Dienstag im Monat von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Königstr. 7
59227 Ahlen

Mail:

Warstein

Elternkreis Hochsauerland-Soest in Warstein
Die Adresse und die Ansprechpartner sind bei Bedarf bitte bei der ARWED anzufragen.

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Was uns bewegt:

Alles, was an Unsicherheit, Ängsten und Verzweiflung auftreten kann, haben wir bereits erlebt. Umso größer ist unser Verständnis für andere Eltern, die in einer gleichen oder zumindest ähnlichen Situation sind.

Meine Tochter ist erwachsen und raucht hin und wieder Cannabis. Sie kommt damit gut zurecht und hat ihr Leben im Griff. Schade, dass sie durch die Politik trotzdem kriminalisiert wird.
Peter, 65
Nehmen wir die Sozialwissenschaften und Abhängigkeitsphänomene ernst, dann muss klar sein das es eine Verharmlosung von stofflich gebundenen Abhängigkeiten darstellt, wenn wir so tun als könnte jeder im nachhinein mit der ''richtigen Therapie'' wieder ''clean'' werden, wenn wir sie nur lange und oft genug durch sozialen Druck dazu drängen. Viele Todesfälle im Zusammenhang mit exessiven Substanzkonsum sind der traurige Beweiß das wir mehr und auch andere Hilfen brauchen. Originalstoffabgaben, gekoppelt an psycho und soziotherapeutischen Maßnahmen wären hier eine Option. Doch genau diese Methode wird von Menschen die selber nicht direkt Betroffen sind abgeleht. Aus Erfahrung kann ich erzählen das Menschen mit Hirnstoffwechselproblematik, die schon lange konsumieren und zu einem abrupten Absetzen gezwungen werden nicht nur öffters die Therapie abbrechen sondern die Hilfe als Illusion sehen und sich dann garnicht mehr helfen lassen wollen. Auch nicht von den eigenen Eltern. Obwohl ich der Meinung bin, dass es das Beste ist, seine Dopaminsynthese so lange wie nur möglich durch nachhaltige Methoden anzukurbeln: dynamische Bewegung, gutes Essen oder nette Gespräche und gemeisarme Aktionen mit Freunden, sehe ich die aktuelle Drogen/Gesundheitspolitik sehr kritisch. Gewisse Substanzen sollten ein Joker für später sein. Dann wenn wir nicht mehr in der Lage sind uns dynamisch zu bewegen, weil wir alt sind. Dann wenn wir keine Freunde mehr haben, weil wir sie durch eine gesunde Lebensweiße alle überlebt haben. Dann können wir immer noch konsumieren. Die harten Fakten zeigen, dass Menschen mit genetischen Dispositionen, dysfunktionalen Familienbildern und anderen Grunderkrankungen wie z.B Hirnstoffwechselstörungen oder Persönlichkeitsstörungen viel öffters von exessiven Substanzkonsum betroffen sind. Gleichzeitig haben diese einen wesentlich stärkeren Entzug. Angesichts der Todesfälle teilweiße keine realistische Chance die totale Abstinenz wieder zu erlangen. Dennoch werden sie kriminalisiert um sie zu Therapien zu zwingen die oft nicht anschlagen. Statt andere zu warnen: Achtung, viele kommen nicht mehr runter, fang garnicht erst an. Verharmlosen wir die Sache und drängen zu Therapien die nicht funktionieren oder überlassen sie ihren Schicksarl, den kurzfristigen Tod durch vermeidbare Überdosierungen oder den langfristigen durch Schäden die von Streckmitteln kommen. Gegen den exessiven Konsum können wir heute therapeutisch sehr viel machen. Aber Überdosierungen und die Schäden durch Streckmittel kommen uns leider immer wieder zuvor. Die totale Abstinenz ist wie der Nordstern, an dem wir uns orientieren sollten unabhängig ob wir diesen jemals erreichen können. Damit wir nicht ganz auf den falschen Weg kommen. Wie ein Surfer, der immer wieder rausschwimmt und versucht die Welle so lange wie möglich zu reiten, sollten Abhängige immer wieder versuchen möglichst lange Abstinenzphasen zu bestreiten. Denn es ist wie alles im Leben ein Lernprozess. Selbst banale Dinge wie das Backen eines Kuchens gelingen beim ersten Versuch oft nicht so wie es sollten. Anzunehmen das soetwas individuelles und komplexes wie ein Entzug beim ersten mal funktionieren könnte wäre also naiv. Abhängigkeitsphänomene sollten nicht auf Substanzen, schon garnicht auf die vermeidlich gefährlichere illegalisierten Substanzen reduziert werden. Das permanente, teilweiße perfide Bewerben von Alkohol ist ein enormes Problem. Spricht man es als Experte an, wird man teilweiße als Kulturverweigerer gesehen. Die Drogenpolitik ist ein Hohn für alle Betroffenen. Vorallem jungen Menschen, die wärend des digitalen Umbruches aufwachsen ist mit einer solchen Politik nicht geholfen. Menschen mit Sucht und Abhängigkeitsproblematik sind eine Minderheit aber ein Interesse an einer möglichst hohen Lebensqualität hat jeder Mensch. Hier sollten wir ansetzen. Eine möglichst hohe Qualität an Leben führt dazu das die Menschen weniger bereit dazu sind, sich diese Qualität durch selbst und fremdschädigenden Verhalten zu riskieren. Es ist die Prävention mit dem höchsten Mehrwert und sie ist auch politisch besser durchzusetzen da die Mehrheit ein Interesse daran hat. Prävention sorgt zwar dafür das weniger neue Generationen in die Abhängigkeiten fallen aber es holt jene, die bereits zu tief gefallen sind nicht mehr hoch. Leider streitet sich die Gesellschaft immer zwichen zwei Extremen: die komerzielle Legalisierung oder die weitere Kriminalisierung. Und wenn sie den Menschen lange genug nur Extreme anbieten, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis diese eine von beiden Extremen wählen. Eine ärztlich kontrollierte Abgabe hätte viele Forteile. Ein Arzt hat kein Interesse am Bewerben von Neukunden. Eine Originalstoffabgabe könnte jungen Frauen mit stoffllich gebundener Abhängigkeit helfen, aus toxischen Beziehungsmuster zu fliehen. Oft trauen sich abhängige Frauen nicht in ein Frauenhaus zu fliehen, weil sie sich damit auch immer zeitgleich für einen Substanzentzug entscheiden müssen, der bei den ersten Therapien oder am Anfang einer Therapie in der Regel nicht realistisch ist. Das sage ich, weil es belegt ist, nicht weil ich jemanden demotivieren möchte. Auch würden ältere Menschen mit stofflich gebundenen Abhängigkeiten nicht mehr längere Klinikaufenthalte oder den Umzug in ein Heim meiden, weil sie Angst haben wieder einen Entzug erdulden zu müssen der bei ihnen nicht funktioniert. Viele haben in den Heimen oder nach einer Behandlung eine viel realistischere Chance auf möglichst lange Abstinenzphasen. Viele Aktivisten die über das Ziel hinaus schießen und eine komerzielle Legalisierung von weiteren Substanzen fordern werden als Verharmloser diffamiert. Doch die andere Seite, die Seite, die unsere Drogenpolitik momentan leitet, verharmlost die Probleme genau so. Drogen wie Alkohol sind omnipräsent in unserer Gesellschaft wärend andere stark verteufelt werden und Menschen durch die Kriminalisierung regelrecht zu tode marginalisiert werden. Ich kenne viele Menschen die trotz des Konsum von Drogen erfolgreich waren. Nein ich meine nicht Ozzy Osbourne! das ist ein Einzelfall. Ein gelungenes Leben bekommen sie nicht durch das weglasse oder nehmen von bestimmten Substanzen. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Die Chancen, die Grunderkrankungen, ein generelles Interesse an dieser Welt und vieles mehr. Die Ursache für ein gescheitertes Leben alleine auf den Konsum von Substanzen zu schieben ist sehr fragwürdig und fahrlässig zugleich. Auch ich habe bis heute trotz jahrelanger Abstinenz ein sehr gestörtes Verhältniss zu meinen Eltern. Die Eltern sind objektiv richtig, wenn sie sagen ohne Substanzen ist es besser. Aber sie verharmlosten die Abhängigkeit indem sie mich zu Therapien zwangen die nicht funktioniert haben, weil ich sie garnicht wollte. ''Mein Kind nimmt Drogen''. ''Was sollen die Leute von uns denken''. Welche Leute? Ozzy Osbourne?. Meine Eltern rauchten Tabak und tranken Alkohol. Zwar sehr selten aber ganz ohne ging es eben auch nicht. Wie sollen sich Nachkommen ein besseres Verhalten absehen, wenn die Eltern selber immer mal zu Substanzen wie legale Drogen oder Medikamente greifen statt mal was an ihrem eigenen Leben zu ändern?. Wenn die bösen Drogen an allem Leid in der Welt ist, dann hat man eine einfache Antwort auf komplexe sozialpsychologische Probleme. Vieleicht hilft das auch Menschen mit der komplexen Welt klar zu kommen aber den Betroffenen suchtkranken Menschen hilft es nicht. Ich wünsche allen Betroffenen und allen Eltern trotz allem viel Glück aber auch möglichst wenig Pech. Alleine geboren geworden zu sein ist schon ein großes Glück. Nutzen sie die Zeit. Wer nie vor dem Abgrund stand, dem wachsen keine Flügel.
Alex 30
Naja, anstatt das Eltern sich zusammenrotten gegen böse konsumierende Jugendliche könnten sie sich fragen warum ihre Kinder in einer Welt und einem Land leben in der sie Drogen nehmen müssen um diese zu ertragen.
Jan, 27
An alle Eltern: Redet frühzeitig, ich würde 15 Jahre als das passende Alter vorschlagen, mit euren Kindern über dieses Thema. Versucht euch davor gut genug über dieses zu informieren und bei diesem Gespräch sehr offen zu bleiben. Ihr Kind wird mit Ihnen dann bei diesem Thema auch offener bleiben und mehr erzählen, beispielsweise ob diese schon einmal etwas konsumiert haben oder jemanden kennen. Teilen Sie ihrem Kind auch die Gefahren des Schwarzmarktes mit. Durch den Schwarzmarkt kommt ihr Kind nämlich nicht nur an Cannabis, auch an MDMA, LSD, Heroin, künstliche Cannabinoide, und sonstigen schädlicheren Substanzen. Diese Stoffe auf dem Schwarzmarkt sind jedoch gefährlicher, als in einem richtigen Labor hergestellten Substanzen. Der Schwarzmarkt wird nicht kontrolliert, kann untermischen was er will. Die größte Gefahr, welche es aktuell gibt, sind die Streckmittel, welche durch diese Freiheit untergemischt werden. Aus diesem Grund sollten Sie sich, zum Schutze Ihrer Kinder, für eine andere und bessere Drogenpolitik einsetzen. Beispielsweise künstliche Cannabinoide, welche weitaus potenter sind als herkömmliches Cannabis, sind erst durch diese Drogenpolitik entstanden. Bitte gehen Sie wählen, Ihren Kindern zu Liebe. Um meinen Hintergrund zu beschreiben: Ich habe mit 16 das erste mal gekifft. Bin seit meinem 18. Lebensjahr regelmäßiger Cannabiskonsument ohne Rezept und habe auch manch andere Substanzen (Zauberpilze oder Magic Mushrooms, MDMA, Kokain, Amphetamine) ausprobiert. Grund: Die sehr sehr leichte Beschaffbarkeit. Beim sogenannten Dealer kann man nämlich nicht nur Cannabis erwerben. Zu meinem Elternhaus: meine Eltern sind strikt gegen Drogen. Lassen nicht mit sich über dieses Thema reden und wollen nicht aufgeklärt werden. Problem: man steht mit Problemen alleine da. Die konservative Haltung, anbrüllen, „bestrafen“, bringt einem Kind nichts. Ich hoffe, ich konnte mit diesen Zeilen einigen Eltern helfen, welche vom Drogenkosum des Kindes wissen, aber keine Idee haben, diesem zu helfen. Sucht das offene Gespräch, ihr Kind wird es Ihnen später danken. VG
Marcel, 21
Liebes arwed-nrw-Team, als betroffene Mutter habe ich über viele Jahre Verständnis und Halt in der "Selbsthilfegruppe für Eltern und Angehörige von suchtgefährdeten oder drogenabhängigen Kindern und Jugendlichen des SKM e.V." in Köln-Kalk gefunden. Meine persönlichen Erfahrungen aus der Gruppe und im Umgang mit meinem drogenabhängigen Sohn habe ich in leicht verständlicher Form niedergeschrieben und 2019 im Eigenverlag veröffentlicht: "Hilfe mein Kind nimmt Drogen!" - Ein Ratgeber für Anghörige. Der Ratgeber versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe und ist bei www.bod.de - Books on Demand - (www.bod.de) erschienen und in zahlreichen online Buchläden erhältlich (Thalia, Hugendubel etc.). Vielleicht hilft mein kleiner Ratgeber, der sich vor allem mit den ganz alltäglichen Schwierigkeiten im Umgang mit drogenabhängigen Kindern und Jugendlichen befasst, auch den Eltern weiter, die sich an Sie wenden und Rat und Unterstützung brauchen. Wenn ich Eltern damit ein stückweit helfen und das Gefühl geben kann, mit ihren Problemen nicht ganz allein auf der Welt zu sein, dann freut mich das sehr. Herzliche Grüße Bianca Willsch bwillsch@gmx.de
Bianca, 59
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Weil es uns allen hilft, unsere Gedanken und Gefühle auszusprechen, hast du hier die Möglichkeit, etwas über dich und deine persönliche Situation mitzuteilen.

Wenn du konkrete Hilfe benötigst, kannst du dich auch direkt per Mail an oder an einen Elternkreis in deiner Nähe wenden.

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In diesem Jahr feiert die ARWED ihr 30-jähriges Bestehen. Mit Aktionstagen in vielen Städten, auf Plakatwänden und einem fahrbaren Großplakat bringen wir die Kampagne fragEltern in viele Teile Nordrhein-Westfalens. An einigen Tagen sogar mit einem fliegenden Mega-Banner.

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Einen Blick in die Presseberichterstattung findet ihr auf unserer Website arwed-nrw.de.

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