Lesereise mit unserem #Erfahrungsweitergeber

Aktionen

2023 war das fragEltern-Team mit dem #Erfahrungsweitergeber in Soest, Arnsberg, Mönchengladbach und Düsseldorf unterwegs. Zurückgekehrt sind wir mit großem Zuspruch für unsere Sache.

Es hat uns schon sehr berührt, was wir auf unserer Lesereise durch Nordrhein-Westfalen erlebt haben!

Ziel unserer Reise war einerseits, in den Kommunen wieder auf öffentlichen Plätzen auf die Anliegen von fragEltern aufmerksam zu machen, und andererseits, im Rahmen von Lesungen betroffenen Eltern und Interessierten unseren #Erfahrungsweitergeber vorzustellen.

Unser Infostand in den Kommunen hat zu vielen emotionalen und berührenden Begegnungen und Gesprächen geführt – und zu der Erkenntnis, dass unser Anliegen zur Suchtprävention von den Bürger*innen auf den öffentlichen Plätzen der Kommunen einen großen Zuspruch erfährt. Man kann auch sagen: Es tut sich was in Sachen Entstigmatisierung der Sucht! 2021, als wir mit der Kampagne von fragEltern erstmals auf die Straßen in NRW gegangen sind, trauten sich die Bürger*innen manchmal nicht an unseren Stand oder gingen schnell vorbei, weil sie nicht mit dem Thema in Zusammenhang gebracht werden wollten. Jetzt zeigten sich die Bürger*innen überwiegend offen und interessiert. Dieses Jahr zeigt sich aber auch erneut, wie erschreckend verbreitet das Problem und wie groß der Problemdruck in der Bevölkerung ist. Insbesondere das Thema Prävention im Jugendbereich und unsere Haltung als fragEltern dazu wurde von den Bürger*innen sehr begrüßt. Es stellte sich heraus, dass die Sorge um den Drogenkonsum in Deutschland, der besonders durch die Diskussionen im Rahmen des Gesetzesvorhabens zur Cannabislegalisierung in der Öffentlichkeit sehr präsent war, groß ist.

Es gilt also, aufzuklären und mit Informationen zu helfen.

Ein gutes Instrument dafür ist unser Erfahrungsweitergeber, in dem Eltern von ihren Erlebnissen im Verlauf der Drogensucht ihrer Kinder berichten und erzählen, was sie als hilfreich empfunden haben. Die kommunalen Suchthilfeträger, die Selbsthilfegruppen aus dem Bereich Sucht und die Selbsthilfekontaktstellen hatten in allen vier Städten abends zur Lesung aus dem Erfahrungsweitergeber eingeladen. Vielfach wurde bestätigt, dass die Erfahrungen der Eltern und der Betroffenen, die in der Broschüre zusammengetragen sind, das typische Erleben der Beteiligten hervorragend spiegelt und gut dafür geeignet ist, das Erleben sich und anderen verständlich zu machen.

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Mehr Informationen

Im Anschluss an die Lesung tauschten sich in einer Podiumsdiskussion jeweils von einer Suchterkrankung Betroffene, Eltern und Hauptamtliche aus der Suchthilfe über ihre Perspektive und Erkenntnisse auf dem Weg durch die Drogensucht aus. Gemeinsam wurde überlegt, was als hilfreich auf diesem Weg empfunden wird und welche Unterstützung man sich wünscht oder gewünscht hätte.

Im Rahmen der Veranstaltungen berichteten auch viele der anwesenden Besucher*innen von ihren persönlichen Erfahrungen, und die Abende waren durch intensive Gespräche auch nach Veranstaltungsende geprägt. Unsere Auffassung, dass der gemeinsame Austausch aller Beteiligten (Betroffene, Angehörige, Professionelle) sehr fruchtbar für den mühsamen Weg durch die Suchterkrankung ist, wurde von allen, die diese Abende erlebt haben, bestätigt. An dieser Stelle möchten wir allen danken, die unsere Lesereise möglich gemacht haben! Unser besonderer Dank geht auch an die finanziellen Förderer – die AOK NordWest und die AOK Rheinland/Hamburg. 

Neugierig geworden?

Der #Erfahrungsweitergeber kann als gedruckte oder digitale Ausgabe hier bestellt werden.

Titelseite des Erfahrungsweitergebers. Der Weg durch die Drogensucht unserer Kinder.

Hier kann der #Erfahrungsweitergeber zunächst als Leseprobe durchblättert werden.

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Wir von fragEltern setzen uns ehrenamtlich und mit Herzblut für Verständnis und Unterstützung im Bereich Drogensucht ein. Wichtige Projekte, wie zum Beispiel unsere öffentlichen Kampagnen, unsere Arbeit des politischen Einmischens oder eigene Evaluierungen und Veröffentlichungen sind aber sehr aufwendig und erfordern entsprechende Mittel. Die uns in der Selbsthilfe zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten für unsere Initiative reichen dafür leider nicht aus.

Ihre Spende ermöglicht es uns, weiterhin aus unserer Elternperspektive aufzuklären, Orientierung zu bieten und politische Forderungen für eine verbesserte Versorgung einzubringen. Jeder Beitrag bringt uns einen Schritt näher zu einer Gesellschaft, die Familien in dieser herausfordernden Situation stärkt und unterstützt.

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